Im Jahr 2025 ist die schiere Menge an minderwertigen, KI-generierten Inhalten so weit verbreitet, dass Merriam-Webster „slop“ zum Wort des Jahres erklärt hat. Diese Wahl ist nicht nur sprachlicher Natur; Es ist eine unverblümte Einschätzung der digitalen Landschaft, in der künstliche Intelligenz Plattformen mit Inhalten überschwemmt, wobei Quantität Vorrang vor Substanz hat.
Vom Schlamm zum bedeutungslosen Inhalt
Ursprünglich zur Beschreibung von Müll oder Verschwendung verwendet, bezeichnet „Slop“ heute die Flut an digitalem Material von schlechter Qualität: fehlerhafte Werbung, wenig überzeugende Deepfakes und von KI verfasste Texte, die kaum als Schreiben gelten. Sogar große Marken wie Valentino haben sich an der Produktion dieser Produktion mit geringem Aufwand beteiligt. Der Reiz des Wortes liegt in seinem gefühlvollen, abweisenden Ton, der die wachsende Verärgerung der Öffentlichkeit über durch KI erzeugten Lärm widerspiegelt.
Der Aufstieg des KI-generierten Überflusses
Tech-Unternehmen haben Mühe, die Explosion generativer KI-Inhalte im Jahr 2025 zu bewältigen. Die Leichtigkeit der Massenproduktion hat die Nachfrage nach sinnvollem Engagement übertroffen, was zu einer digitalen Umgebung geführt hat, in der der Wert durch die Menge übertönt wird. Die Auswahl von Merriam-Webster trägt diesem Trend Rechnung und legt nahe, dass die kulturelle Reaktion nicht unbedingt Angst ist, sondern eher ironische Belustigung über die Absurdität des Ganzen.
Jenseits von „Slop“: Andere Wörter, die 2025 definierten
Während „slop“ den ersten Platz belegte, heben andere Begriffe die dominanten Themen des Jahres hervor:
- 67 : Ein Gen-Alpha-Insider-Witz wurde zum viralen Slang und spiegelt den unsinnigen Humor der Internet-Subkulturen wider.
- Performativ : Wird verwendet, um unauthentisches Verhalten aufzudecken, das der Aufmerksamkeit und nicht einer echten Absicht dient.
- Touch grass : Ein ironischer Befehl für Digitalsüchtige, sich wieder mit der Realität zu verbinden.
- Gerrymander und Tarif : Begriffe, die durch politische und wirtschaftliche Turbulenzen bedingt sind.
Diese Auswahl zeigt, wie die Sprache von 2025 ein breites Spektrum an Interessen widerspiegelte, von Internettrends bis hin zu globalen Ereignissen.
Globaler Konsens: Das Zeitalter des digitalen Mülls
Merriam-Webster ist mit seiner Einschätzung nicht allein. Oxford University Press entschied sich für „Rage Bait“ (Inhalte, die Empörung provozieren sollen), während Macquarie Dictionary in Australien auch „AI Slop“ hervorhob. Cambridge Dictionary bevorzugte „parasozial“ und bezog sich dabei auf einseitige Beziehungen mit Online-Personas, und Dictionary.com begrüßte die virale Bedeutungslosigkeit von „67“. Diese Konvergenz deutet auf eine weltweite Anerkennung digitaler Müdigkeit, Faszination und Frustration hin.
Warum das wichtig ist
Beim „Slop“-Phänomen handelt es sich nicht nur um ein lustiges Wort. Es signalisiert tiefere Veränderungen in der KI-Entwicklung, der Moderation von Inhalten und der kulturellen Wahrnehmung. Je einfacher die automatisierte Generierung wird, desto schlechter wird sich das Signal-Rausch-Verhältnis. Ob für App-Entwickler, Inhaltskuratoren oder alltägliche Benutzer: Das Wort des Jahres 2025 ist eine deutliche Erinnerung daran, dass Qualität nach wie vor von entscheidender Bedeutung ist und dass Sprache mit brutaler Klarheit durch den Lärm dringen kann.
Die Auswahl von „slop“ spiegelt eine Generation wider, die mit dem Paradox des technischen Fortschritts ringt: unendlicher Inhalt, abnehmender Wert.
