Die meisten iPhone-Benutzer interagieren mit ihren Geräten, indem sie auf den Bildschirm tippen, aber eine weniger bekannte Funktion namens Back Tap bietet eine schnellere und diskretere Möglichkeit, Ihr Telefon zu steuern. Back Tap ist bereits auf iPhones wie dem iPhone 8 (mit iOS 14 oder höher) verfügbar und ermöglicht es Ihnen, Aktionen auszulösen – vom Öffnen der Kamera bis zum Starten benutzerdefinierter Verknüpfungen –, indem Sie einfach auf die Rückseite Ihres Geräts tippen.

Was ist Back Tap?

Back Tap wurde mit iOS 14 eingeführt und nutzt die Sensoren in Ihrem iPhone, um doppeltes oder dreifaches Tippen auf die Rückseite des Geräts zu erkennen. Dies bietet eine zusätzliche Eingabemethode über den Bildschirm, physische Tasten oder sogar die neuere Aktionstaste bei neueren iPhone-Modellen hinaus.

Die Funktion ist besonders nützlich für größere Telefone, bei denen das Wischen zum Zugriff auf das Kontrollzentrum oder das Benachrichtigungscenter umständlich sein kann. Es erhöht auch den Komfort für Benutzer, die den Bildschirm nicht ständig berühren möchten. Sie können Back Tap so konfigurieren, dass es unterschiedliche Funktionen ausführt, je nachdem, ob Sie zweimal oder dreimal tippen.

Warum das wichtig ist

Apple hat diese Funktion im Jahr 2020 stillschweigend eingeführt und sie wird von vielen iPhone-Nutzern nach wie vor nicht ausreichend genutzt. Dies ist teilweise auf mangelndes Bewusstsein zurückzuführen, aber auch darauf, dass die Funktion einige Einstellungen und Experimente erfordert.

Die Bedeutung? Back Tap unterstreicht Apples Ansatz zur Barrierefreiheit: Es bietet leistungsstarke, aber subtile Funktionen, die die Benutzerfreundlichkeit verbessern, ohne das Kernerlebnis zu beeinträchtigen. Es zeigt auch, wie Software vorhandene Hardware (in diesem Fall die Rückseite des Telefons) umfunktionieren kann, um neue Interaktionen zu schaffen.

So richten Sie Back Tap ein

Das Aktivieren von Back Tap ist unkompliziert:

  1. Öffnen Sie Einstellungen.
  2. Navigieren Sie zu BarrierefreiheitBerührenZurücktippen.
  3. Wählen Sie zwischen Doppeltipp und Dreifachtipp.
  4. Wählen Sie die gewünschte Aktion aus der Liste aus:

  5. Systemaktionen: Kontrollzentrum, Taschenlampe, Screenshot, Lautstärkeregelung usw.

  6. Barrierefreiheits-Verknüpfungen: AssistiveTouch, VoiceOver, Zoom usw.
  7. Verknüpfungen: Apps starten, benutzerdefinierte Routinen ausführen.

Die verfügbaren Aktionen sind umfangreich und bieten die Flexibilität, Back Tap an individuelle Bedürfnisse anzupassen.

Über die Grundlagen hinaus: Verknüpfungen nutzen

Back Tap glänzt wirklich in Kombination mit der Shortcuts-App. Dadurch können Sie komplexe Aktionen erstellen, die durch einfaches Tippen ausgelöst werden.

Zum Beispiel:

  • Schneller Kamerazugriff: Tippen Sie zweimal, um die Kamera zu öffnen, und dreimal, um einen Screenshot zu machen.
  • Intelligente Automatisierung: Lösen Sie eine Verknüpfung aus, die Fotos an ein bestimmtes Album sendet oder eine Sprachaufnahme startet.
  • Shazam-Integration: Starten Sie Shazam mit einem Fingertipp, bevor ein Song endet.

Die Möglichkeiten sind nahezu grenzenlos und machen Back Tap zu einem leistungsstarken Tool zur Rationalisierung täglicher Aufgaben.

Mögliche Nachteile

Back Tap ist zwar praktisch, verfügt aber über kein taktiles Feedback. Benutzer können versehentlich Aktionen auslösen, ohne es zu merken, insbesondere wenn die Empfindlichkeit zu hoch eingestellt ist. Um dies zu mildern, bedenken Sie Folgendes:

  • Verwenden von Triple Tap anstelle von Double Tap (weniger wahrscheinlicher Zufall).
  • Zuordnung von Taps zu weniger kritischen Funktionen.
  • Anpassen der Empfindlichkeit in den Back Tap-Einstellungen.

„Back Tap ist eine subtile, aber transformative Funktion, die die Benutzerfreundlichkeit des iPhones leise verbessert. Es ist ein Beweis für die Designphilosophie von Apple: leistungsstarke Tools zugänglich zu machen, ohne Aufmerksamkeit zu erfordern.“

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Back Tap ein verstecktes Juwel in iOS ist, das die iPhone-Benutzerfreundlichkeit erheblich verbessern kann. Es mag zwar etwas Experimentieren erfordern, aber der Vorteil – schnellerer Zugriff auf wesentliche Funktionen und benutzerdefinierte Automatisierung – lohnt sich auf jeden Fall.