Apples neuer „intelligenter“ Assistent Apple Intelligence verspricht eine nahtlose Fotosuche mit Sprachbefehlen. In der Realität führt die Aufforderung an Siri, Bilder einer bestimmten Person zu finden, jedoch häufig zu irrelevanten Ergebnissen – etwa zu Doppelgängern von Prominenten anstelle Ihrer eigenen Fotos. Die gute Nachricht ist, dass die Fotos-App von Apple bereits leistungsstarke KI-gesteuerte Suchtools verwendet; Sie müssen nur wissen, wie Sie sie effektiv nutzen können.
Warum Siri Probleme mit der Fotosuche hat
Das Kernproblem besteht nicht darin, dass Apples KI schlecht ist, sondern darin, dass die Fotoerkennungsfunktionen noch nicht vollständig in den Assistenten integriert sind. Die Fotos-App analysiert Bilder im Hintergrund und markiert Personen, Orte und Objekte. Auf diese Daten kann Siri jedoch nicht immer zugreifen. Das bedeutet, dass Ihr iPhone zwar weiß, wer auf Ihren Bildern zu sehen ist, diese aber auf Befehl nicht zuverlässig anzeigen kann.
Nutzung von Metadaten: Der Schlüssel zu effektiven Suchen
Der effektivste Weg, Fotos zu finden, ist die Nutzung der in jedem Bild eingebetteten Metadaten. Zu den Metadaten gehören Details wie Datum, Standort, erkannte Objekte und sogar im Foto sichtbarer Text. Apple Photos generiert einen Großteil dieser Daten automatisch für Sie, sodass Sie nicht jedes Bild manuell mit Tags versehen müssen.
Hier sind fünf Strategien für eine intelligentere Suche:
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Nach Objekten, Szenen oder Orten suchen: Tippen Sie auf die Schaltfläche „Suchen“ und geben Sie ein Schlüsselwort wie „Blumen“, „Strand“ oder einen Stadtnamen ein. Die App zeigt relevante Ergebnisse an, darunter Lieblingsfotos, Bilder mit passendem Inhalt und mit Standorten versehene Bilder.
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Nach identifizierten Personen suchen: Wenn Sie im Album „Personen & Haustiere“ Gesichter identifiziert haben, geben Sie einfach den Namen einer Person ein, um alle Fotos zu finden, auf denen sie zu sehen sind. Sie können sogar mehrere Namen kombinieren, um die Suche auf Bilder einzugrenzen, auf denen alle Personen anwesend sind.
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Nach Text in Fotos suchen: Apple Photos scannt Bilder automatisch nach Text, z. B. Schildern oder Speisekarten. Geben Sie einen beliebigen Text ein, der in Ihren Fotos erscheint, und die App findet passende Ergebnisse. Ein kleines quadratisches Symbol zeigt an, welche Miniaturansichten den gesuchten Text enthalten.
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Suchkriterien kombinieren: Kombinieren Sie mehrere Schlüsselwörter, um Ihre Ergebnisse zu verfeinern. Wenn Sie beispielsweise nach „Jeff L. Carlson in Italien im Jahr 2022“ suchen, können Sie schnell bestimmte Urlaubsfotos finden.
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Schlüsselwörter auf dem Mac hinzufügen (für mehr Spezifität): Während sich viele Benutzer nicht um die manuelle Tag-Kennzeichnung kümmern, kann das Hinzufügen von Schlüsselwörtern in der Fotos-App auf macOS die Suchgenauigkeit weiter verbessern. Wählen Sie ein Foto aus, wählen Sie „Fenster“ > „Info“ und geben Sie durch Kommas getrennte Schlüsselwörter ein.
Verständnis von „Einige Ergebnisse werden möglicherweise nicht angezeigt“
Die Suche in Apple Fotos ist nicht perfekt. Die Meldung „Einige Ergebnisse werden möglicherweise nicht angezeigt“ weist darauf hin, dass der Indexierungsprozess der App nicht sofort erfolgt. Die KI scannt Ihre Bilder, während Ihr Gerät gesperrt ist, aufgeladen und mit dem WLAN verbunden ist, dies geschieht jedoch nicht in Echtzeit. Neue Fotos oder kürzlich vorgenommene Änderungen werden möglicherweise nicht sofort in den Suchergebnissen angezeigt.
Fazit: Während die Fotosuche von Siri derzeit unzuverlässig ist, bietet Apple Photos robuste KI-gestützte Tools, um Bilder effizient zu finden. Indem Sie verstehen, wie die App Metadaten analysiert und strategische Suchtechniken nutzt, können Sie die Frustration von Sprachbefehlen umgehen und Ihre Fotos schnell und genau finden.
