Der Prozess des Verkaufs von Produkten und Dienstleistungen an den öffentlichen Sektor ist seit langem durch eine massive Eintrittsbarriere gekennzeichnet: Informationsfragmentierung. Obwohl Regierungsdaten technisch gesehen öffentlich sind, sind sie oft auf Tausenden unterschiedlichen Websites, nicht durchsuchbaren PDFs und lokalisierten Sitzungsaufzeichnungen verborgen.
Nun möchte ein Startup namens Pursuit diese Lücke schließen, indem es künstliche Intelligenz nutzt, um öffentliche Rohdaten in verwertbare Business Intelligence umzuwandeln.
Die Mission: Öffentliche Beschaffung zugänglich machen
Pursuit wurde von Mike Vichich – der zuvor ein Verbraucher-Startup für 200 Millionen US-Dollar zu Olo verließ – und Brandon Max gegründet und entstand aus der Erkenntnis heraus, dass die Reibung, die mit der Gewinnung von Regierungsaufträgen einhergeht, ein systemisches Problem darstellt.
Die Plattform des Unternehmens zielt auf den SLED-Markt (staatliche, lokale und Bildungseinrichtungen) ab. Dieser Sektor ist bekanntermaßen schwierig zu navigieren, da er aus etwa 11.000 verschiedenen Einheiten besteht, die von riesigen staatlichen Behörden bis hin zu winzigen örtlichen Schulbezirken und Sonderbezirken reichen.
Wie die Technologie funktioniert
Pursuit fungiert als automatisierte Informationsschicht. Anstatt dass Vertriebsteams manuell nach Leads suchen müssen, nutzt die Plattform KI, um:
- Aggregierte Daten: Durchsuchen Sie kontinuierlich Budgets, Vertragsregister, FOIA-Datensätze und Ausschreibungen (RFPs) im ganzen Land.
- Signale identifizieren: Analysieren Sie Haushaltstrends, aktuelle organisatorische Herausforderungen und Führungswechsel, um vorherzusagen, welche Agenturen innerhalb eines bestimmten Jahres am wahrscheinlichsten bestimmte Dienstleistungen kaufen werden.
- Recherche automatisieren: Fungieren Sie als „KI-Klon“ für Vertriebsteams und bieten Sie ihnen umfassende Recherchen in ihren spezifischen Gebieten ohne die normalerweise erforderliche manuelle Arbeit.
„Die Daten waren schon immer öffentlich; nur waren die Kosten für deren Suche und Analyse in der Vergangenheit im Verhältnis zum Wert eines einzelnen Vertrags zu hoch“, sagt Vichich.
Hochkarätige Unterstützung und Marktposition
Die Fähigkeit des Startups, dieses „Datenheuhaufen“-Problem zu lösen, hat erhebliches Risikokapital angezogen. Am Mittwoch kündigte Pursuit eine 22-Millionen-Dollar-Seed-Runde unter der Leitung von Mike Rosengarten, Mitbegründer von OpenGov, an.
Bis heute hat das Unternehmen 25,5 Millionen US-Dollar von einer umfangreichen Investorenliste eingesammelt, darunter:
– Bill Gurley (Benchmark)
– Jack Altman (ehemals Alt Capital)
– Sam Hinkie (87 Capital)
Während Pursuit neben etablierten Playern wie Starbridge, GovSpend und Deltek GovWin IQ in eine Wettbewerbslandschaft eintritt, positioniert es sich durch seinen Fokus auf den Einsatz von KI zur Analyse stark fragmentierter, unstrukturierter Daten als moderner Konkurrent im GovTech-Bereich.
Warum das wichtig ist
Der Erfolg von Plattformen wie Pursuit könnte einen Wandel in der Arbeitsweise des öffentlichen Sektors signalisieren. Durch die Senkung der Hürden für private Unternehmen, Aufträge zu finden und zu bieten, kann die Regierung von einem stärkeren Wettbewerb profitieren, der häufig zu besseren Preisen und innovativeren Lösungen führt. Für Unternehmen verwandelt es die Suche nach der „Nadel im Heuhaufen“ in einen optimierten, datengesteuerten Verkaufsprozess.
Pursuit nutzt KI, um undurchsichtige, fragmentierte öffentliche Aufzeichnungen in eine transparente Pipeline für Unternehmen umzuwandeln, die den öffentlichen Sektor bedienen möchten.






























