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New York Times und Daily News fordern Sanktionen gegen OpenAI wegen angeblicher Beweisvernichtung

Medienunternehmen haben das Warten satt.

Die New York Times, New York Daily News und andere Verlage haben am Donnerstag einen Antrag eingereicht, in dem sie Bundessanktionen gegen OpenAI fordern.

Es handelt sich nicht nur um einen weiteren Verfahrensfehler. Dies ist eine Eskalation im Urheberrechtskrieg, die das traditionelle Nachrichtengeschäftsmodell auszuhöhlen droht. In den Zeitungen wird behauptet, dass OpenAI aktiv Daten verheimlicht, die für die Erstellung seiner KI-Modelle von zentraler Bedeutung sind. Sie wollen, dass ein Richter in Manhattan das Unternehmen für das, was sie Entdeckungsfehlverhalten nennen, bestraft.

Was verbirgt OpenAI angeblich?

Der Kernvorwurf lautet Behinderung.

Laut der Akte hat OpenAI „Behinderung“ der Transparenz vorgezogen. Die Kläger gehen davon aus, dass der KI-Hersteller bestimmte Datensätze und ChatGPT -Protokolle versteckt oder zerstört hat. Diese Aufzeichnungen würden angeblich genau zeigen, wie sehr urheberrechtlich geschützte Nachrichteninhalte das Training des Chatbots vorangetrieben haben.

„In diesem Antrag wird das Gericht aufgefordert, OpenAI dafür zu bestrafen, dass es Beweise versteckt und vernichtet hat, die zeigen, wie ChatGPT auf gestohlenen Journalismus trainiert wurde“, sagte Steven Lieberman, Anwalt der Daily News.

Lieberman behauptet, seine Kunden hätten seit zwei Jahren dieselben falschen Narrative über die Zugänglichkeit von Daten gehört. Berichten zufolge widersprach eine aktuelle Aussage früheren Aussagen des Unternehmens. Diese Lücke? Hier kommt die Anklage wegen Fehlverhaltens ins Spiel.

Warum betrachten Nachrichtenagenturen dies als existenziell?

Es geht nicht nur um das Urheberrecht im luftleeren Raum.

Es geht darum, dass Einnahmen ausbluten. Die Bedrohung verschärfte sich im Jahr 2024. Google führte KI-Übersichten oben in den Suchergebnissen ein. Plötzlich bekommen die Leser die Zusammenfassung. Sie klicken nicht auf den Link. Werbetreibende zahlen nicht mehr. Verleger hungern.

Die Times begann diesen Rechtsstreit Ende 2023. Kurz nach dem Debüt von ChatGPT explodierte ein kommerzieller KI-Boom. Die Informationsbeschaffung hat sich verschoben. Menschliche Journalisten wurden von Bots, die kratzen und zusammenfassen, ins Abseits gedrängt.

Seitdem ist die Times nicht allein.

  • Die New York Daily News (über die Muttergesellschaft MediaNews Group)
  • Ziff Davis
  • Das Zentrum für investigative Berichterstattung
  • Verschiedene Schwesterzeitungen, vertreten durch Lieberman

Alle haben sich Klagen angeschlossen oder Klagen eingereicht.

Faire Nutzung vs. unlauterer Wettbewerb

OpenAI und seine Verbündeten stützen sich auf einen Satz: „Fair Use“.

Sie argumentieren, dass das Training von KI für digitalisierte Webinhalte – Artikel, Bücher, Musik – unter die Urheberrechtsausnahmen der USA fällt. Es handelt sich um eine Rechtstheorie, die derzeit einem Stresstest unterzogen wird. Autoren verklagten Anthropic. Ein konkurrierendes KI-Unternehmen. Der Vergleich belief sich auf 1,5 Milliarden US-Dollar. An Autoren bezahlt. Keine vorherige Genehmigung.

Aber das Argument der New York Times ist anders.

Sie streiten nicht in erster Linie über das Recht, Texte für Schulungen zu kopieren. Sie streiten über unlauteren Wettbewerb.

Wenn OpenAI von der Ermittlungsarbeit der Times profitiert, ohne dafür zu bezahlen, und gleichzeitig ein Konkurrenzprodukt entwickelt, ist das kein faires Spiel. Das ist Extraktion.

Die Times hat bereits 28 Millionen US-Dollar in Rechtsstreitigkeiten gegen OpenAI und andere wie Perplexity gesteckt. Diese Zahl steigt.

Wie wird das Gericht über Fehlverhalten bei der Ermittlung entscheiden?

Das unmittelbare Ziel ist finanzieller Schmerz.

Die Zeitungen fordern Anwaltskosten zur Deckung der Kosten, die mit der Aufdeckung der angeblich zu Unrecht zurückgehaltenen Dokumente verbunden sind. Sie wollen, dass das Gericht OpenAI zur Herausgabe der Protokolle zwingt. Oder zahlen Sie für die Verzögerung.

Hier liegt die Ironie.

Während Gerichte über Datendiebstahl streiten, bildet sich außerhalb des Gerichtssaals ein neuer Branchenstandard heraus. Medienunternehmen schließen Lizenzverträge ab. Mit Google. Mit Meta. Mit OpenAI selbst.

Einige Verlage werden bezahlt. Nicht, weil sie die moralische Überlegenheit gewonnen hätten. Weil der Scheck eingelöst wurde.

Sanktionen werden den Umsatzverlust nicht über Nacht beheben. Aber es sendet ein Signal. Die Kosten für den Diebstahl von Nachrichten steigen.

Zumindest hoffen sie das.

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